Author Archives: klingklang

Die Zeichen des Todes

Der Podcast mit Professor Michael Tsokos, Deutschlands bekanntestem Rechtsmediziner. Tsokos findet heraus, was die Toten nicht mehr erzählen können: War es Mord? War es Suizid? Oder war es ein Unfall? Er wird immer dann von den Ermittlungsbehörden hinzugezogen, wenn sie mit ihrer Aufklärungsarbeit nicht weiterkommen. Realistisch und hautnah schildert Tsokos die Hintergründe rätselhafter Fälle, an deren Lösung er selbst maßgeblich beteiligt war. Im Sektionssaal und im Labor fügt er die Indizien wie Puzzleteile zu einem Gesamtbild zusammen, das zur Rekonstruktion des Falles führt. Ein True-Crime-Podcast, der beweist, dass nichts spannender ist, als die Wirklichkeit.

Moderation, Skript und Produktion kommen von Philipp Eins, im Auftrag der Verlagsgruppe Droemer Knaur.

Bildrechte: Björn Pauli, Droemer Knaur

German Liebe – Wie liebt dieses Land?

Wie kann man mit Datingapps Geld verdienen? Wie lieben wir, wenn wir dem Tod ins Auge blicken? Was ist das für eine Liebe zwischen Mensch und Tier? Und wie frei ist die freie Liebe wirklich?

Der Podcast “German Liebe” fragt sich: Wie liebt Deutschland? Um Antworten zu finden, reist Reporterin Andrea Hanna Hünniger quer durch Deutschland: Sie schaut in Schlösser, Schlafzimmer und Gotteshäuser. Sie trifft Menschen, die auf die unterschiedlichsten Arten lieben oder über die Liebe nachdenken. Gemeinsam mit Teresa Sickert und Daniel Hirsch wagt sie mit “German Liebe” eine Vermessung der Gefühle und Lebensmodelle unabhängig von Alter, Milieu und Klischees.

Philipp Eins war als Autor, Regisseur und Producer für Audible dabei.

Der zarte Protest aus Saigon

Von Philipp Eins

Die Kommunistische Partei hat Medien, Militär und 95 Millionen Vietnamesen fest unter Kontrolle. Aber 89 Jahre nach ihrer Gründung begehren junge Studierende in Saigon auf. Sie gehen auf die Straße für Umweltschutz und Meinungsfreiheit im Netz. Für einige von ihnen hat das Konsequenzen. Philipp Eins war in der südvietnamesischen Metropole unterwegs und hat junge Studierende und Mitarbeiter von NGOs getroffen.

Deutschlandfunk Kultur, Weltzeit vom 6. Februar 2019

Gestrandet im Maritim

Von Robert Dobe und Duška Roth

Als die Stadt Halle (Saale) 2015 das ehemalige Interhotel Maritim als Erstaufnahmeeinrichtung anmietet, um die vielen hundert Flüchtlinge unterzubringen, brennt in der ersten Nacht schon ein Auto. „Hätte ich in Afghanistan bleiben sollen bis ich sterbe?“ fragt der NATO-Dolmetscher Hamid. Er ist einer von 750 Flüchtlingen, die in der Immobilie zwischen Bahnhof und Markt wohnen.

Auch Nada und ihr Sohn Ahmad lebten dort. In ihrem syrischen Heimatdorf war sie die erste Frau auf den Demonstrationen gegen Assad. Jetzt schaut sie auf die wöchentliche Montagsdemo auf dem Marktplatz in Halle, die mit den Geflüchteten einen greifbaren Anlass zu Hetze gegen Weltpolitik, Stadtverwaltung und Islam gefunden hat.

„Wir werden uns schon aneinander gewöhnen“ sagt Hussein dazu. Er ist ebenfalls Syrer, aber floh aus Katar, weil er das Land verlassen musste und in Syrien Krieg herrscht. Für die anderen Flüchtlinge gibt er Sportunterricht und lernt Klavier.

Während weltweit so viele Menschen auf der Flucht sind wie niemals zuvor, kommen immer weniger Flüchtlinge nach Halle. Nada, Ahmad, Hussein und Hamid leben inzwischen in eigenen Wohnungen und das Maritim ist geschlossen. Das Feature blickt zurück und erzählt von der Entwicklung des Hauses, der Landtagswahl und dem Stadtgespräch. Über 2 Jahre haben die Autoren das Geschehen begleitet und porträtieren die Seele einer Stadt im Zeitalter der Globalisierung.

MDR Kultur/RBB Kulturradio, Feature vom 22. November 2017

Ausblicke auf die Stadt der Zukunft

Von Philipp Eins
Bereits heute leben rund 3,7 Milliarden Menschen in Städten, das ist die Hälfte der Weltbevölkerung. UN-Berechnungen zufolge gibt es im Jahr 2030 bereits fünf Milliarden Städter, viele von ihnen in immer riesenhafteren urbanen Zentren, sogenannten Megastädten. Auch in Deutschland prägt der Trend zur Stadt die Besiedlung; auf dem Land lebt nur noch jeder Dritte.
Entsprechend groß sind die Herausforderungen, vor denen der Lebensraum Stadt steht: Wasser- und Energieversorgung, saubere Luft, Arbeit, Wohnraum, Verkehr und Ressourcenmanagement, aber auch Sicherheit, soziales Miteinander, demografischer Wandel und Zuwanderung sind Handlungsfelder, auf denen sich die Zukunftsfähigkeit städtischer Regionen erweist.
Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zahlreicher Fachrichtungen befassen sich am KIT mit der Erforschung und nachhaltigen Gestaltung urbaner Räume. Podcaster Philipp Eins hat einige von ihnen getroffen – und danach gefragt, wie das Leben in der Stadt auch in Zukunft lebenswert bleiben kann.
Ein Corporate Podcast fürs Karlsruher Institut für Technologie vom 31. Juli 2017

Leben mit Geräuschempfindlichkeit

Von Philipp Eins

Hundebellen, Lachen, Telefonklingeln, Weckerläuten oder laute Staubsauger – solche Geräusche gehören zum Alltag. Manche Menschen reagieren auf akustische Reize aber sensibler als andere. Wer unter Hyperakusis leidet, bei dem können Geräusche sogar Schmerzen auslösen. Betroffene ertragen es kaum, mit der S-Bahn zu fahren.

Drei Menschen erzählen, wie sie mit Lärm im Alltag umgehen: Ein Imbissbesitzer, der in der Einflugschneise eines Flughafens arbeitet. Eine Sozialpädagogin, die Geräusche schlecht filtern kann und zeitweise unter Hyperakusis leidet. Und ein Musiklehrer, der die Krankheit trotz Therapien nicht los wird.

SWR 2, “Tandem” vom 17.05.2017

Die Retter vom Mittelmeer

Von Philipp Eins

Obwohl die Balkanroute geschlossen ist, gelangen anhaltend viele Flüchtlinge über die zentrale Mittelmeerroute nach Europa. Bis zu 300.000 Menschen erwartet die Grenzschutzagentur Frontex allein in diesem Jahr. Viele von ihnen stammen aus Krisenländern wie Somalia oder Eritrea und sind zuletzt im nordafrikanischen Libyen gestrandet. Auch dort sind sie Willkür und Gewalt ausgesetzt – und nehmen die lebensgefährliche Bootsüberfahrt in Kauf. Einer von 37 Migranten überlebt die Passage nach Italien nicht.

Bei der Rettung Schiffbrüchiger helfen private Initiativen wie SOS Méditerranée. Seit Februar 2016 ist die Crew des Schiffs Aquarius im Mittelmeer unterwegs – und konnte bereits 2000 Flüchtlinge schützen. Derzeit kommen jede Woche 400 bis 600 Menschen an Bord, die anschließend von der Organisation Ärzte ohne Grenzen versorgt werden. Viele der Helfer gehen dabei selbst an ihre Grenzen.

Deutschlandfunk Kultur, “Die Reportage” vom 11. September 2016

Tamer Alawam und der syrische Krieg

Von Robert Dobe

Mit dem Krieg begannen die Kopfschmerzen. Tamer Alawam versuchte sie mit einem Schal zu bekämpfen, den er sich fest um den Kopf schnürte. Er sei abwesend gewesen in der Zeit, erschöpft und launisch, berichten seine Freunde. Tamers Asyl waren Halle und Berlin. Wie ein Geist lief der Regisseur und Aktivist manchmal durch die Straßen, in Gedanken bei seinen Freunden und Verwandten in Syrien.

Kurze Zeit später kehrt er selbst in sein Heimatland zurück, geht ins umkämpfte Aleppo, filmt Krieg und Zerstörung, interviewt Rebellen und Zivilisten. Bis ihn eine Granate trifft, tödlich.

Was trieb ihn an? Was war das Syrien seiner Träume?

MDR Kultur/RBB Kulturradio, Feature vom 28. November 2015

Robert Dobe

Interessiert sich besonders für Stoffe, die um Macht und Ohnmacht kreisen. Studierte Medienwissenschaften und Kunstgeschichte in Halle (Saale) und arbeitet seitdem als freier Film- und Radiomacher. Für MDR Kultur und RBB Kulturradio realisierte er Features über einen getöteten syrischen Regisseur und ein Hotel, das zur Flüchtlingsunterkunft wurde. Der Dokumentarfilm “Starting with Fragments” ist sein Langfilmdebüt. Zwischen Recherchen, Drehs und Schnitt verbringt er als Medienpädagoge auch viel Zeit in Schulen und Begegnungsstätten, um Kindern und Jugendlichen beim Umsetzen ihrer Filmideen zu helfen.

Grit Eggerichs

Hat als Studentin in Leipzig Bürgerfunk gemacht und kam bei Uniradio, MDR Figaro, WDR5 und Dradio Wissen nicht mehr auf die Idee, kein Radio zu machen. Hat Medienwissenschaft, Geschichte und Portugiesisch studiert. Dabei neugierig um jede Ecke geguckt, Steine umgedreht und Dachböden erkundet – eine gute Basis für jede(n) Medienschaffenden. Dazu kam eine Ausbildung an der Evangelischen Journalistenschule in Berlin. Seither ist sie als Redakteurin, Moderatorin und Autorin unterwegs, mietete sich neben einer ohrenbetäubenden Hochstraße in São Paulo ein oder radelte durch entvölkerte Landschaften in Portugal. Das Ziel: Erfahren, was Menschen in der Welt sich ausdenken um gut zu leben – trotz allem.