Author Archives: klingklang

Ausblicke auf die Stadt der Zukunft

Von Philipp Eins

Bereits heute leben rund 3,7 Milliarden Menschen in Städten, das ist die Hälfte der Weltbevölkerung. UN-Berechnungen zufolge gibt es im Jahr 2030 bereits fünf Milliarden Städter, viele von ihnen in immer riesenhafteren urbanen Zentren, sogenannten Megastädten. Auch in Deutschland prägt der Trend zur Stadt die Besiedlung; auf dem Land lebt nur noch jeder Dritte.

Entsprechend groß sind die Herausforderungen, vor denen der Lebensraum Stadt steht: Wasser- und Energieversorgung, saubere Luft, Arbeit, Wohnraum, Verkehr und Ressourcenmanagement, aber auch Sicherheit, soziales Miteinander, demografischer Wandel und Zuwanderung sind Handlungsfelder, auf denen sich die Zukunftsfähigkeit städtischer Regionen erweist.

Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler zahlreicher Fachrichtungen befassen sich am KIT mit der Erforschung und nachhaltigen Gestaltung urbaner Räume. Podcaster Philipp Eins hat einige von ihnen getroffen – und danach gefragt, wie das Leben in der Stadt auch in Zukunft lebenswert bleiben kann.

Ein Corporate Podcast fürs Karlsruher Institut für Technologie vom 31. Juli 2017

Für eine Handvoll Euro

Von Philipp Eins

Mehr als 200.000 Flüchtlinge könnten dieses Jahr Italien über das Mittelmeer erreichen. Diejenigen, deren Antrag auf Asyl abgelehnt wird, müssen das Land theoretisch sofort verlassen – auf eigene Kosten. Das aber machen die wenigsten. Wer keine gültigen Dokumente hat, schlägt sich mit schlecht bezahlten Hilfsjobs oder als Erntehelfer durch. Die Stimmung ist angespannt. Während die Bewohner kleiner Küstenstädte auf Sizilien von den Flüchtlingen oft nichts mehr wissen wollen, profitieren Landwirte, Obstbauern und illegale Arbeitsvermittler von ihnen.

Deutschlandfunk Kultur, “Die Reportage” vom 2. Juli 2017

Vom Soldaten zum Start-up-Gründer

Von Philipp Eins

Iranische Atommeiler, britische Krankenhäuser, der deutsche Bundestag – mit jedem Hackerangriff wächst das Sicherheitsgeschäft. Warum gerade Start-Ups aus Israel bei der Cyber-Security weltweit vorne mitmischen, liegt auch an der Eliteeinheit 8200.

Sie ist eine der berüchtigtsten Abteilungen in der israelischen Armee. Die Soldaten hören ab und lesen mit, was nützlich sein könnte, ob Telefongespräche oder E-Mails. Sie vereiteln Cyber-Attacken und hacken sich in die Computer ihrer Feinde. Wer die Ausbildung durchlaufen hat oder es gar wie Yair Cohen zum Kommandeur gebracht hat, ist später auch in der Privatwirtschaft gefragt.

Deutschlandfunk Kultur, “Weltzeit” vom 31. Mai 2017

Leben mit Geräuschempfindlichkeit

Von Philipp Eins

Hundebellen, Lachen, Telefonklingeln, Weckerläuten oder laute Staubsauger – solche Geräusche gehören zum Alltag. Manche Menschen reagieren auf akustische Reize aber sensibler als andere. Wer unter Hyperakusis leidet, bei dem können Geräusche sogar Schmerzen auslösen. Betroffene ertragen es kaum, mit der S-Bahn zu fahren.

Drei Menschen erzählen, wie sie mit Lärm im Alltag umgehen: Ein Imbissbesitzer, der in der Einflugschneise eines Flughafens arbeitet. Eine Sozialpädagogin, die Geräusche schlecht filtern kann und zeitweise unter Hyperakusis leidet. Und ein Musiklehrer, der die Krankheit trotz Therapien nicht los wird.

SWR 2, “Tandem” vom 17.05.2017

Die Retter vom Mittelmeer

Von Philipp Eins

Obwohl die Balkanroute geschlossen ist, gelangen anhaltend viele Flüchtlinge über die zentrale Mittelmeerroute nach Europa. Bis zu 300.000 Menschen erwartet die Grenzschutzagentur Frontex allein in diesem Jahr. Viele von ihnen stammen aus Krisenländern wie Somalia oder Eritrea und sind zuletzt im nordafrikanischen Libyen gestrandet. Auch dort sind sie Willkür und Gewalt ausgesetzt – und nehmen die lebensgefährliche Bootsüberfahrt in Kauf. Einer von 37 Migranten überlebt die Passage nach Italien nicht.

Bei der Rettung Schiffbrüchiger helfen private Initiativen wie SOS Méditerranée. Seit Februar 2016 ist die Crew des Schiffs Aquarius im Mittelmeer unterwegs – und konnte bereits 2000 Flüchtlinge schützen. Derzeit kommen jede Woche 400 bis 600 Menschen an Bord, die anschließend von der Organisation Ärzte ohne Grenzen versorgt werden. Viele der Helfer gehen dabei selbst an ihre Grenzen.

Deutschlandfunk Kultur, “Die Reportage” vom 11. September 2016

Utopien im Wald von Tennessee

Von Philipp Eins

Im US-Bundesstaates Tennessee, umgeben von Wäldern am Fuße der Appalachen, liegt Historic Rugby – eine der besterhaltenen ehemaligen Utopisten-Siedlungen im Südosten der USA. Gegründet wurde die Kolonie 1881 von dem britischen Schriftsteller Thomas Hughes, der hier einen Gegenmodell zur britischen Klassengesellschaft entwarf. Auch ein Deutscher zählte zu den Siedlern der ersten Stunde: der Potsdamer Schriftsteller, Bibliothekar und Philosoph Eduard Bertz.

Er war ein leidenschaftlicher Kämpfer für die emanzipatorischen Bewegungen seiner Zeit. Über Paris und London führte ihn der Weg in die Siedlung Rugby, wo er eine Bibliothek aufbaute. Noch heute stehen dort mehr als 50 deutschsprachige Bücher – mitten im Wald von Tennessee. Wer war dieser Mann? Welchen Utopien reiste er nach? Was enttäuschte ihn an Europa so sehr, dass er in die Wälder von Tennessee zog? Wurden seine Hoffnungen dort erfüllt?

Deutschlandfunk Kultur, “Zeitfragen – Magazin & Feature” vom 13. Januar 2016

Grit Eggerichs

Hat als Studentin in Leipzig Bürgerfunk gemacht und kam bei Uniradio, MDR Figaro, WDR5 und Dradio Wissen nicht mehr auf die Idee, kein Radio zu machen. Hat Medienwissenschaft, Geschichte und Portugiesisch studiert. Dabei neugierig um jede Ecke geguckt, Steine umgedreht und Dachböden erkundet – eine gute Basis für jede(n) Medienschaffenden. Dazu kam eine Ausbildung an der Evangelischen Journalistenschule in Berlin. Seither ist sie als Redakteurin, Moderatorin und Autorin unterwegs, mietete sich neben einer ohrenbetäubenden Hochstraße in São Paulo ein oder radelte durch entvölkerte Landschaften in Portugal. Das Ziel: Erfahren, was Menschen in der Welt sich ausdenken um gut zu leben – trotz allem.

Philipp Eins

Absolvent der Zeitenspiegel-Reportageschule Günter Dahl. Masterstudium Online Radio an der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg. Seit 2007 freier Journalist. Reportagen und Radiofeatures zu Themen aus Politik und Wirtschaft, Kultur und Geschichte, Forschung und Gesellschaft. Konzeption und Redaktion für Medienhäuser und Unternehmen. Moderation von Veranstaltungen. Seminare und Trainings an Hochschulen. Kunden: Deutschlandradio, RBB, NDR, SWR, Stern, Focus, Welt, Tagesspiegel, Taz, Freie Universität Berlin, Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin, Volkswagen, Autostadt Wolfsburg, Lufthansa und andere.

Hanna Ender

Hat ihre Liebe zum Radio mit 16 als Schülerpraktikantin bei “Fritz” entdeckt. Nach Umwegen über das Jugendmagazin Bravo und RTL als Reporterin bei Bremen Vier gelandet und erst in Bremen, dann an der Humboldt Universität in Berlin Neuere und Neueste Geschichte, Politikwissenschaften und Amerikanistik studiert. Media Fellow Ship an der Duke University (USA). Volontariat bei der apparat multimedia GmbH / radioeins (RBB). Seit 2010 als Freie Journalistin für radioeins, Fritz, Sputnik, 1Live, WDR5, DRadio Wissen, Das Ding, Bayern 2 tätig. Reist gerne und viel für ihre Reportagen, von New York nach San Francisco, von Kopenhagen bis Sarajevo – immer auf der Suche nach Geschichten jenseits vom Mainstream.

Tin Fischer

Analysiert Daten und schreibt Reportagen, in der Regel im Wochen- und Monatstakt. Die Texte und Grafiken sind in der Neon, der NZZ am Sonntag, der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung oder im SZ-Magazin erschienen. Autor des Datenanalyse-Buches “Nach dem Wochenende bin ich erstmal #krank: Was Instagram über uns verrät” (Piper 2016) und der Rubrik “Deutschland verstehen mit Instagram” im Magazin DB mobil. Hat an der Freien Universität Berlin Geschichte studiert und dort das Campusmagazin FURIOS gegründet. Macht Reportagen.fm